Kaufrechts-Reform 2022: Was sich für Verkäufer ändert

Neue Regeln in Deutschland und Europa – Wir begleiten Sie!

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Zum 1. Januar 2022 – und noch einmal zum 28. Mai 2022 – ändern sich die gesetzlichen Grundlagen im Vertragsrecht. Die Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) betreffen sämtliche Verkäufer aller Branchen und Vertriebswege. Für viele Online-Händler und -Dienstleister wird daher auch eine Aktualisierung ihrer Rechtstexte erforderlich sein.

Die Änderungen im Einzelnen

Gut für alle: Europa vereinheitlicht das Vertragsrecht

Auslöser für die anstehenden Änderungen im deutschen Recht sind

Diese EU-Richtlinien hat der deutsche Gesetzgeber umgesetzt im Gesetz vom 25. Juni 2021 und im Gesetz vom 10. August 2021.

Angleichung des Gewährleistungsrechts in allen EU-Staaten

Bisher gelten in den EU-Staaten unterschiedliche Regelungen zu Sachmängeln und Gewährleistungsrechten. Das macht die Rechtslage für Verkäufer sehr unübersichtlich. Doch bald soll einiges besser werden!

Die Warenkauf-Richtlinie hat das Ziel, das Kaufvertragsrecht in den EU-Mitgliedsstaaten weiter anzugleichen. Das soll es Händlern erleichtern, grenzüberschreitend zu liefern. Dazu werden europaweit die gesetzlichen Regeln angeglichen

  • zur Definition von Sachmängeln (Produktfehlern),
  • zur Geltendmachung und Verjährung von Gewährleistungsansprüchen (Mängelhaftungsrechten) und
  • zu den Anforderungen an die Beschreibung von Gebrauchtwaren und Warenrückläufern („B-Ware“).

Einheitliche Regeln auch für digitale Produkte

Im deutschen BGB wird der Begriff „digitales Produkt“ neu eingeführt (§ 327 BGB). Darunter fallen alle digitalen Inhalte und digitalen Dienstleistungen.

Digitale Inhalte sind z.B. eBooks, PDF-Anleitungen, Stickdateien oder herunterladbare Videos. Digitale Dienstleistungen sind z.B. interaktive Webinare oder Online-Workshops.

Europaweit werden jetzt die diversen Regelungen für digitale Produkte vereinheitlicht.

Die EU-Richtlinie über digitale Inhalte führt außerdem erstmals Regelungen für „Sachen mit digitalen Elementen“ ein – also physische Gegenstände (Hardware), auf denen eine Software läuft. Dies sind zum Beispiel Smart Watches, TV-Geräte mit Internet-Zugang, Kühlschränke mit Displays, Smart-Home-Geräte wie z.B. Heizungsregler, Rauchmelder oder Überwachungskameras mit Verbindung zum Internet-Router. Für diese Sachen wird es künftig eine Update-Pflicht des Herstellers bzw. des Verkäufers geben. Insoweit ändert sich auch das deutsche Recht.

Änderung des Widerrufsrechts im Mai 2022

Die EU-Richtlinie zur Modernisierung der Verbraucherschutzvorschriften wiederum wirkt sich auf die Widerrufsinformationen aus, die Verkäufer ihren Käufern in Onlineshops und auf elektronischen Marktplätzen bereitstellen müssen.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte der Widerrufsbelehrung und des Muster-Widerrufsformulars werden sich daher im Mai 2022 ändern.

 

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